Sophos SG End of Life 2026: Was passiert wirklich nach dem 30.06.?
Das Support-Ende der Sophos SG-Serie (UTM 9) zum 30.06.2026 sorgt aktuell für viele Missverständnisse.
Oft wird angenommen, dass die Firewall danach nicht mehr funktioniert – doch das ist so nicht korrekt.
Ihre Sophos SG bleibt grundsätzlich lauffähig – verliert jedoch schrittweise ihre Sicherheitswirkung und zentrale Funktionen.
In diesem Beitrag erfahren Sie, was technisch wirklich passiert, welche Einschränkungen gelten und warum ein Weiterbetrieb kritisch ist.
Was bedeutet das End-of-Life der Sophos SG?
Mit dem 30.06.2026 endet der offizielle Lebenszyklus der Sophos SG-Serie.
- Keine Software- und Firmware-Updates mehr
- Keine Sicherheitsupdates
- Keine Unterstützung durch den Hersteller
Auch zentrale Backend-Dienste werden eingestellt.
Was passiert nach dem 30.06.2026 konkret?
Die Firewall bleibt grundsätzlich in Betrieb
Eine Sophos SG wird nicht automatisch deaktiviert.
- System läuft weiter
- Konfiguration bleibt erhalten
- Funktionen sind zunächst weiterhin nutzbar
Allerdings mit zunehmenden Einschränkungen.
Wegfall zentraler Sicherheitsdienste
Viele Sicherheitsfunktionen sind von Cloud- und Signaturdiensten abhängig, die ab Juli 2026 eingestellt werden:
- Antivirus-Signaturen (Sophos und Avira)
- IPS-Signaturen
- Anti-Spam-Updates
- URL-Kategorisierung
- Advanced Threat Protection Daten
Ohne diese Dienste verlieren zentrale Schutzmechanismen ihre Aktualität.
Sicherheitsfunktionen werden unzuverlässig
Auch wenn Funktionen technisch aktiv bleiben, gilt:
- Neue Bedrohungen werden nicht erkannt
- Web- und E-Mail-Filter arbeiten mit veralteten Daten
- Angriffe bleiben unentdeckt
- Fehlfunktionen und Störungen sind möglich
Die Firewall arbeitet – aber nicht mehr zuverlässig.
Was passiert beim Ablauf der Lizenz?
Lizenz läuft ab
Wenn Subscriptions auslaufen:
- Lizenzpflichtige Funktionen werden deaktiviert
- Warnungen erscheinen in WebAdmin
- Funktionen stehen nicht mehr zur Verfügung
Das System wechselt in die Essential Firewall (Basislizenz).
Was bleibt in der Basislizenz?
- Routing und NAT
- Stateful Firewall (Layer 3/4)
- Grundlegende Netzwerkfunktionen
Die SG wird damit zu einer stark eingeschränkten Firewall ohne moderne Sicherheitsfeatures.
Unterschied Hardware vs. Software
Hardware-Appliance:
- WebAdmin bleibt verfügbar
- Konfiguration weiterhin möglich
Software/VM:
- Zugriff stark eingeschränkt
- Nur Lizenz-Upload möglich
- Keine Administration mehr möglich
Sicherheitsrisiken im EOL-Betrieb
Keine Updates und Patches
- Keine Behebung neuer Schwachstellen
- Keine Sicherheitsupdates
Erhöhte Angriffsanfälligkeit
- Malware wird nicht erkannt
- Angriffe bleiben unentdeckt
- Schutzmechanismen greifen nicht mehr zuverlässig
Compliance-Risiken
- Probleme bei Audits
- Risiken für Cyber-Versicherungen
Empfohlene Lösung: Migration auf Sophos XGS
Ein Weiterbetrieb der SG ist langfristig nicht sinnvoll. Der Wechsel auf Sophos XGS bietet:
- Aktuelle Sicherheitsupdates
- Moderne Schutzmechanismen
- Deutlich bessere Performance
- Zukunftssichere Plattform
Die richtige XGS auswählen: Sizing Guide nutzen
Die Auswahl der passenden Appliance ist entscheidend für Performance und Sicherheit.
Der Sizing Guide hilft Ihnen dabei:
- die passende Appliance zu bestimmen
- Ihre tatsächliche Auslastung zu berücksichtigen
- zukünftiges Wachstum einzuplanen
Fazit
Die Sophos SG bleibt nach dem 30.06.2026 technisch funktionsfähig – verliert jedoch zentrale Sicherheitsfunktionen und Updates.
Ein Weiterbetrieb ist nur eingeschränkt möglich und mit erheblichen Risiken verbunden.
Eine frühzeitige Migration auf Sophos XGS ist daher die sichere und nachhaltige Lösung.
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