Sophos AI Defense - User & Server ist eine Neulizenz für das Add-on zu Sophos EDR, Sophos XDR und Sophos MDR. Das Add-on erkennt, welche KI-Anwendungen im Unternehmen genutzt werden, bewertet jede nach Risiko und setzt Richtlinien durch, die eine KI-App erlauben, mit Warnhinweis zulassen oder blockieren. Voraussetzung ist ein Sophos-Konto, das bereits auf Sophos Fusion umgestellt ist. Lizenziert wird je User und Server in derselben Menge wie die vorhandene EDR-, XDR- oder MDR-Lizenz. Direkt bestellbar sind 12, 24 und 36 Monate (1, 2 oder 3 Jahre), andere Laufzeiten von 1 bis 60 Monaten auf Anfrage, jeweils höchstens bis zum Ende der Grundlizenz. Die Sophos-Bestellnummern beginnen mit SAIDEU, zum Beispiel SAIDEU12AANCAA für 12 Monate und 1 bis 9 User und Server.
Funktionen und Datenquellen
| Funktion |
Was sie tut |
Datenquelle |
| KI-App-Erkennung |
Erkennt KI-Dienste im Browser wie ChatGPT, Claude.ai und Copilot sowie Coding-, Desktop- und Agenten-Apps wie Claude Code und Cursor. Erfasst werden freigegebene, nicht freigegebene und in andere Software eingebettete KI. |
Sophos Endpoint, Sophos Firewall |
| Inventar |
Listet KI-Apps und Nutzer mit Risikostufe und Nutzungsumfang. Markiert nicht freigegebene Nutzung und Apps, deren Anbieter mit Nutzereingaben trainiert. |
alle angebundenen Sensoren |
| Risikobewertung |
Stuft KI-Apps von Low bis Critical ein, unter anderem nach Compliance-Nachweisen und Trainingspraxis des Anbieters. Bewertet die Nutzung nach Identität, Verhalten und Datenkontext. |
Sophos Fusion |
| Richtlinien |
Erlaubt, warnt oder blockiert (Allow, Warn, Block) je App oder nach Merkmalen wie Risikostufe und Compliance, gezielt für Benutzer, Gruppen oder Netzwerke. |
Sophos Endpoint, Sophos Firewall |
| Schutz sensibler Daten |
Prüft laut Sophos Eingaben, Uploads und KI-Interaktionen in Echtzeit, damit sensible Daten nicht an externe KI-Dienste gehen. |
Browser-Ebene, die nötige Komponente klären wir vor der Bestellung |
| KI-Agenten |
Erkennt Agenten- und Coding-Apps und trennt freigegebene Nutzung von nicht verwalteter oder zu weit berechtigter Aktivität. |
Sophos Endpoint, Sophos Firewall |
| Erkennung und Reaktion |
Meldet neue oder riskante KI-Nutzung mit Threat Score von 0 bis 10 und Schweregrad und übergibt sie an die bestehenden XDR- und MDR-Abläufe. |
Sophos Fusion, Sophos XDR, Sophos MDR |
Funktionsumfang laut Sophos-Dokumentation und Sophos Solution Brief, Stand September 2026 (Early Access). Zur allgemeinen Verfügbarkeit kann Sophos einzelne Details ändern.
Voraussetzungen für Sophos AI Defense
- Eine gültige Lizenz für Sophos EDR, Sophos XDR oder Sophos MDR. Sophos Endpoint ohne EDR reicht nicht aus.
- Ein Sophos-Konto, das auf Sophos Fusion umgestellt ist. Sophos stellt die Konten schrittweise um. Was sich mit Sophos Fusion ändert, erklärt unser Fusion-Artikel.
- Sophos Endpoint auf den Geräten, optional eine Sophos Firewall als zweite Datenquelle für den Netzwerkverkehr. Bei der Einrichtung prüft ein Assistent, ob die nötigen Einstellungen aktiv sind.
Was nicht enthalten ist
- Die Grundlizenz Sophos EDR, Sophos XDR oder Sophos MDR selbst.
- Sophos Workspace Protection mit dem Protected Browser. Ist sie vorhanden, nutzt das Add-on sie als zusätzliche Datenquelle.
- Sophos Firewall, Firewall-Hardware und Firewall-Lizenzen.
- Der 24/7-Service von Sophos MDR für Kunden mit EDR oder XDR. Die Erkennungen bearbeitet dann das eigene IT-Team.
- Eine eigenständige KI-Governance-Plattform. Das Add-on erweitert die vorhandene Sophos-Umgebung und ersetzt nichts davon.
- Eine KI-gestützte Virenerkennung. Der Name meint den Schutz der KI-Nutzung, Schadsoftware erkennen Sophos Endpoint und Sophos EDR.
Lizenzierung von Sophos AI Defense: Menge, Staffel und Laufzeit
Lizenziert wird je User und Server. Die Menge entspricht der Anzahl der vorhandenen EDR-, XDR- oder MDR-Lizenzen, Clients und Server zusammengezählt. Eine Teillizenzierung sieht Sophos nicht vor. Beispiel: 40 EDR-User und 6 EDR-Server ergeben 46 Lizenzen, also die Staffel 25 bis 49. Der Preis gilt je User oder Server und Laufzeit.
Diese Lizenz ist eine Neulizenz. Im Shop direkt bestellbar sind 12, 24 und 36 Monate (1, 2 oder 3 Jahre), andere Laufzeiten zwischen 1 und 60 Monaten stellen wir auf Anfrage zusammen. Sophos AI Defense sollte nicht über das Ende der EDR-, XDR- oder MDR-Lizenz hinaus laufen, denn ohne Grundlizenz arbeitet das Add-on nicht. Eine kürzere Laufzeit ist kein Problem. Verlängerungen sowie Fassungen für Bildungseinrichtungen und öffentliche Auftraggeber folgen nach der Marktfreigabe.
Einrichtung und Richtlinien in Sophos Fusion
Eingerichtet wird Sophos AI Defense in Sophos Fusion im Menü My Products unter AI Defense. Ein Assistent fragt die Sensoren ab, derzeit Sophos Endpoint und Sophos Firewall, lässt die Geräte auswählen und prüft die nötigen Einstellungen. Danach zeigt er die KI-Apps der letzten 30 Tage und schlägt je App Allow, Warn oder Block vor.
Eine Richtlinie besteht aus Regeln und einem Geltungsbereich (Scope) für Benutzer, Gruppen oder Netzwerke. Die Regeln werden von oben nach unten geprüft, die erste passende greift. Standardmäßig enthält jede Richtlinie eine Regel, die alle KI-Apps blockiert. Sie gehört ans Ende der Liste, freigegebene Apps kommen darüber. Für den Start gibt es Vorlagen je Branche. Aktivitäten lassen sich als CSV exportieren, Erkennungen als CSV oder JSON.
Welche Grundlizenz zu Sophos AI Defense passt
Mit Sophos EDR liefert das Add-on Geräte- und Identitätskontext zu jeder KI-Nutzung, die Erkennungen bearbeitet das eigene IT-Team. Sophos XDR bezieht KI-Aktivitäten zusätzlich in die übergreifende XDR-Analyse ein. Mit Sophos MDR landen KI-Risiken in den Abläufen des Sophos-Teams, das Erkennungen rund um die Uhr untersucht und darauf reagiert. Für IT-Abteilungen ohne eigenes Security-Team ist MDR deshalb meist die passende Grundlage.