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Sophos Firewall v22 MR2 Build 546: Alle 53 Fixes, Hotfixes & FAQ

Stand: 23. Oktober 2026
SFOS v22 MR2 Build 546 wurde am 14. Juli 2026 veröffentlicht. Auf dieser Seite finden Sie die technischen Änderungen des Releases, alle 53 von Sophos dokumentierten NC-Fixes, Hotfix- und CVE-Hintergründe, Upgrade-Voraussetzungen sowie praktische Beispiele, die die teilweise sehr technischen Release Notes verständlicher machen.

Wer nicht speziell Informationen zu MR2 sucht, sondern wissen möchte, welchen Firmwarestand wir aktuell für produktive Systeme empfehlen, findet die aktuelle Einordnung unter Welche Sophos Firewall Firmware empfehlen wir aktuell? .

SFOS v22 MR2 Build 546 in 30 Sekunden

Release
14. Juli 2026
Build 546
53 dokumentierte Fixes
Unter anderem Firewall, HA, IPsec, Authentication, WAF, E-Mail und Reporting.
Neue Funktionen
PQC-Erkennung, GenAI-Erkennung, Chromebook Manifest V3 und weitere Verbesserungen.
Hotfixes
Automatische Security Updates bleiben auch bei einem Maintenance Release wichtig.
Heute nicht mehr neuester v22-Stand
Mit MR3 Build 576 existiert inzwischen ein neuerer Maintenance-Stand.
Unsere heutige Einordnung
Bestehende MR2-Systeme kontrolliert auf MR3 überführen.

Was ist SFOS v22 MR2 Build 546?

SFOS v22 MR2 Build 546 ist das zweite Maintenance Release der Sophos-Firewall-v22-Generation. Sophos veröffentlichte die Version am 14. Juli 2026.

MR2 folgte auf SFOS v22 MR1 Build 490 und brachte sowohl funktionale Erweiterungen als auch zahlreiche Stabilitäts-, Zuverlässigkeits- und Sicherheitskorrekturen.

Einfach erklärt:

Ein Maintenance Release kann man sich wie eine größere Werkstattinspektion vorstellen. Die Firewall bekommt nicht zwingend eine komplett neue Bedienoberfläche, aber viele bereits vorhandene Komponenten werden korrigiert und verbessert. MR2 behebt beispielsweise Probleme, bei denen VPN-Verbindungen, HA-Systeme, Firewall-Regeln oder Sicherheitsdienste unter bestimmten Bedingungen nicht korrekt funktionierten.

Ist MR2 Build 546 heute noch die aktuelle Version?

Nein.

Am 16. Oktober 2026 veröffentlichte Sophos SFOS v22 MR3 Build 576. MR3 ist damit der neuere Maintenance-Stand innerhalb der v22-Generation.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine funktionierende MR2-Firewall mit Veröffentlichung von MR3 plötzlich unsicher oder instabil geworden ist.

Praxisbeispiel:

Eine XGS-Firewall läuft seit mehreren Monaten mit MR2 stabil. VPN, HA, RED und Internetzugang funktionieren störungsfrei. Nur weil MR3 veröffentlicht wurde, muss der Administrator deshalb nicht mitten am Arbeitstag sofort aktualisieren. Sinnvoller ist: Release Notes prüfen, Backup kontrollieren, Wartungsfenster festlegen und MR3 anschließend kontrolliert installieren.

Welche neuen Funktionen brachte MR2?

Post-Quantum Cryptography erkennen und kontrollieren

MR2 erweitert Sophos Firewall um die Erkennung von Post-Quantum Cryptography (PQC).

Die Intrusion Prevention kann reine und hybride PQC-Key-Exchange-Verfahren auf Basis von ML-KEM erkennen. Web Protection kann außerdem verhindern, dass Websessions nicht unterstützte PQC-Algorithmen aushandeln.

Die neuen IPS-Patterns sind zunächst deaktiviert, damit sie nicht unbeabsichtigt legitime Kommunikation blockieren.

Praxisbeispiel:

Ein moderner Browser verbindet sich mit einem Internetdienst, der bereits einen hybriden klassischen/PQC-Schlüsselaustausch verwendet. Die Firewall kann erkennen, dass hierbei ein entsprechendes Verfahren verwendet wird. Der Administrator kann anschließend entscheiden, ob dieses Verfahren erlaubt, blockiert oder lediglich beobachtet werden soll. Das ist insbesondere interessant, wenn Unternehmen kryptografische Vorgaben oder interne Security Policies durchsetzen müssen.

Warum sind die PQC-Regeln nicht automatisch aktiv?

Neue kryptografische Verfahren werden zunehmend von Browsern, Cloud-Diensten und Anwendungen eingesetzt.

Eine pauschale Blockierung könnte deshalb legitime Verbindungen unterbrechen. Sophos hat die entsprechenden Patterns daher bewusst nicht automatisch aktiviert.

Beispiel:

Ein Unternehmen aktiviert eine neue PQC-Regel sofort mit der Aktion Drop. Am nächsten Morgen kann eine SaaS-Anwendung plötzlich nicht mehr aufgerufen werden, weil sie bereits einen PQC-basierten Schlüsselaustausch verwendet. Deshalb: zunächst erkennen und beobachten, danach gezielt eine Policy definieren.

Generative AI mit Synchronized Application Control

MR2 verbessert außerdem die Erkennung und Kategorisierung von Anwendungen aus dem Bereich Generative AI.

Sophos Endpoint erkennt entsprechende Anwendungen und kann diese Information über Synchronized Application Control an die Firewall weitergeben.

Praxisbeispiel:

Ein Mitarbeiter installiert eine bisher unbekannte Desktop-Anwendung, die eine generative KI nutzt. Die Firewall sieht zunächst möglicherweise nur verschlüsselten HTTPS-Traffic. Der Sophos Endpoint erkennt jedoch, welcher Prozess die Verbindung erzeugt, und übermittelt diese Information über Synchronized Application Control. Dadurch kann der Administrator die Anwendung besser identifizieren, im Reporting sehen und gegebenenfalls über Application Control steuern.

Chromebook User ID mit Manifest V3

MR2 bringt eine neue Version der Sophos Chromebook User ID Extension mit Unterstützung für Chrome Manifest V3.

Nutzer der bisherigen Extension müssen auf die neue Version wechseln, um weiterhin Updates zu erhalten.

Praxisbeispiel:

Eine Schule verwendet Chromebooks und benutzerbasierte Firewallregeln. Die Firewall soll unterscheiden können, ob sich Schüler Max oder Lehrerin Frau Müller am Chromebook angemeldet hat. Die User-ID-Erweiterung liefert diese Benutzerinformation an die Firewall. Mit Manifest V3 bleibt diese Integration mit der aktuellen Chrome-Extension-Architektur kompatibel.

Änderung bei STAS

Bei STAS wurde die Standardeinstellung Restrict client traffic during identity probe auf No geändert.

Dadurch darf Datenverkehr weiterlaufen, während die Firewall die Benutzeridentität überprüft.

Praxisbeispiel:

Ein Benutzer meldet sich morgens an seinem Windows-PC an. STAS erkennt die Anmeldung und die Firewall prüft anschließend, welcher Benutzer hinter der IP-Adresse steckt. Früher konnte der Clientverkehr während dieser Prüfung eingeschränkt werden. Mit der neuen Standardeinstellung kann der Benutzer bereits kommunizieren, während die Identitätsprüfung läuft. Das reduziert kurze Unterbrechungen, muss aber zu den eigenen benutzerbasierten Sicherheitsregeln passen.

Let's Encrypt

MR2 ergänzt Unterstützung für neue Let's-Encrypt-Root- und Intermediate-Zertifikate.

Zusätzlich enthalten Let's-Encrypt-Benachrichtigungen Hostname und Seriennummer der Firewall.

Praxisbeispiel:

Ein Administrator betreut 30 Sophos Firewalls. Er erhält eine E-Mail, dass ein Let's-Encrypt-Zertifikat erneuert wurde. Statt herausfinden zu müssen, welche der 30 Firewalls gemeint ist, sieht er direkt Hostname und Seriennummer des betroffenen Systems.

Was bedeutet Hotfix bei Sophos Firewall?

Ein Hotfix ist eine gezielte Korrektur, die Sophos auf einen bestehenden Firmwarestand verteilen kann, ohne dass dafür sofort ein vollständiges Firmwareupgrade erforderlich ist.

Die automatische Hotfix-Funktion ist standardmäßig aktiviert. Sophos empfiehlt, diese Einstellung aktiviert zu lassen.

Praxisbeispiel:

Auf einer Firewall läuft MR2 Build 546. Sophos entdeckt anschließend eine sicherheitsrelevante Schwachstelle, deren Behebung nicht bis zum nächsten Maintenance Release warten soll. Statt eine komplette neue Firmware zu veröffentlichen, kann Sophos einen Hotfix für genau diesen Firmwarestand bereitstellen. Die Firewall lädt ihn automatisch und installiert ihn im laufenden Betrieb. Ein kompletter Firmware-Neustart ist dafür nicht erforderlich.

Was ist der Unterschied zwischen CVE, NC und Hotfix?

Begriff Bedeutung Einfaches Beispiel
CVE Öffentliche Kennung für eine Sicherheitslücke. Eine Schwachstelle erhält beispielsweise die öffentliche Kennung „CVE-20xx-xxxxx“.
NC Interne Sophos-Issue-ID. NC-180433 beschreibt beispielsweise ein konkretes IPsec-Problem.
Hotfix Mechanismus zur gezielten Auslieferung einer Korrektur. Sophos korrigiert eine Sicherheitslücke auf MR2, ohne dass sofort MR3 installiert werden muss.
MR Maintenance Release mit gebündelten Korrekturen. MR2 bündelt 53 dokumentierte NC-Fixes in einem neuen Firmwarebuild.
Wichtig:

NC-180433 ist nicht automatisch eine CVE.

Eine NC-ID sagt zunächst lediglich: Sophos hat intern einen bestimmten Produktfehler oder Entwicklungsfall dokumentiert. Nur wenn Sophos einen Zusammenhang zu einer öffentlich dokumentierten Schwachstelle herstellt, sollte daraus eine CVE-Zuordnung abgeleitet werden.

Wie prüfe ich, ob Hotfixes aktiviert sind?

Auf der Device Console kann der Status mit folgendem Befehl geprüft werden:

system hotfix show

Falls Hotfixes deaktiviert wurden, können sie wieder aktiviert werden:

system hotfix enable
Praxisbeispiel:

Ein Administrator übernimmt eine Firewall, die vorher von einem anderen Dienstleister betreut wurde. Er weiß nicht, ob automatische Hotfixes irgendwann deaktiviert wurden. Mit system hotfix show kann er den Zustand prüfen. Damit lässt sich vermeiden, dass eine Firewall versehentlich keine automatisch ausgelieferten Security Updates erhält.

Warum ersetzen Hotfixes kein Firmwareupgrade?

Hotfixes sind gezielte Korrekturen. Ein Maintenance Release enthält dagegen eine größere Sammlung von Fehler-, Sicherheits- und Stabilitätskorrekturen.

Einfaches Beispiel:

Ein Auto hat einen Rückruf wegen eines fehlerhaften Bauteils. Der Austausch dieses einzelnen Bauteils entspricht vereinfacht einem Hotfix. Die komplette Jahresinspektion, bei der zusätzlich Bremsen, Flüssigkeiten und weitere Komponenten kontrolliert und gewartet werden, entspricht eher einem Maintenance Release. Beides erfüllt einen anderen Zweck.

Welche Upgradeblocker sollte ich bei MR2 kennen?

Legacy CLI VLAN Tagging

Firewalls mit altem CLI-basiertem VLAN-Tagging auf Bridge-Interfaces können nicht auf MR2 oder spätere Versionen aktualisiert werden.

Praxisbeispiel:

Eine ältere Firewall wurde vor Jahren per CLI so konfiguriert, dass VLANs direkt auf einer Bridge getaggt werden. Im normalen Betrieb funktioniert alles. Der Administrator startet das MR2-Upgrade und wundert sich, warum die neue Version nicht installiert werden kann. Der Grund ist nicht MR2 selbst, sondern die alte Legacy-Konfiguration, die vor dem Upgrade bereinigt werden muss.

Legacy Remote Access IPsec

Auch die alte Legacy Remote Access IPsec-Konfiguration blockiert Upgrades auf MR1, MR2 und spätere v22-Versionen.

Praxisbeispiel:

Seit fünf Jahren verwenden Außendienstmitarbeiter einen alten Remote-Access-IPsec-Zugang. Die Verbindung funktioniert noch, wurde aber nie auf das aktuelle Remote-Access-Modell migriert. Vor dem Firmwareupgrade muss deshalb zunächst die VPN-Konfiguration modernisiert werden.

Zusätzlicher Speicherbedarf

SFOS v22 benötigt mehr Speicherplatz als frühere Versionen. Bei bestimmten Desktop-, Software- oder Virtual-Appliances kann deshalb vor dem Upgrade ein manueller Eingriff notwendig sein.

Praxisbeispiel:

Eine virtuelle Sophos Firewall wurde vor mehreren Jahren mit einer sehr kleinen virtuellen Disk angelegt. CPU und RAM reichen noch völlig aus. Trotzdem kann das Upgrade scheitern, weil der für v22 benötigte Speicherplatz fehlt. Deshalb sollte vor dem Upgrade nicht nur CPU und RAM, sondern auch der Storage geprüft werden.

Warum sind einige MR2-Fixes besonders wichtig?

Die 53 NC-Fixes haben sehr unterschiedliche Auswirkungen. Ein kleiner Darstellungsfehler ist beispielsweise anders zu bewerten als ein Problem, das eine Firewall in den Failsafe-Modus versetzen kann.

Beispiel: NC-180433 – IPsec

Sophos beschreibt ein Problem, bei dem Multicast-Traffic über einen VPN-Tunnel wiederholte Firewall-Abstürze verursachen konnte.

Was bedeutet das praktisch?

Eine Firmenzentrale und eine Niederlassung sind per IPsec verbunden. Über den Tunnel läuft zusätzlich Multicast-Traffic, beispielsweise für eine spezielle Anwendung. Unter der betroffenen Firmwarekonstellation konnte genau dieser Traffic einen Firewall-Crash auslösen. MR2 behebt diesen konkreten Fehler.

Beispiel: NC-180974 – SD-WAN und HA

Ein Kernel-Crash in sdwan_profile konnte zu einem HA-Failover führen.

Was bedeutet das praktisch?

Ein Unternehmen besitzt zwei Firewalls im Active-Passive-Cluster. Eine bestimmte SD-WAN-Konstellation löst auf der aktiven Firewall einen Kernel-Crash aus. Das HA-System interpretiert dies als Ausfall der Primary Firewall und schaltet auf das Auxiliary-System um. Der Failover funktioniert zwar, aber die eigentliche Ursache ist ein Softwarefehler, den MR2 korrigiert.

Beispiel: NC-181331 – Failsafe

Eine volle Configuration Partition konnte dazu führen, dass die Firewall im Failsafe-Modus startet.

Einfach erklärt:

Die Firewall selbst ist hardwareseitig nicht defekt. Eine interne Partition läuft jedoch voll. Dadurch können zentrale Dienste nicht mehr korrekt starten und das System wechselt zum Schutz in den Failsafe-Modus. Der Fehler liegt also nicht zwingend an SSD, Netzteil oder Hardware, sondern kann durch den Softwarezustand verursacht werden.

Beispiel: NC-177930 – E-Mail

Ein Absturz des Mailpollers konnte dazu führen, dass E-Mails im Mail-Spool hängen blieben.

Praxisbeispiel:

Die Sophos Firewall arbeitet als MTA. Benutzer versenden E-Mails, die Nachrichten werden von der Firewall angenommen, aber nicht weitergeleitet. Im Spool sammeln sich immer mehr Nachrichten. Die Internetverbindung funktioniert, Exchange funktioniert und DNS funktioniert ebenfalls. Die Ursache kann in diesem Fall der abgestürzte Mailpoller sein.

Beispiel: NC-171602 – DKIM

Firewall-Benachrichtigungsmails konnten die DKIM-Prüfung nicht bestehen.

Praxisbeispiel:

Die Firewall sendet automatisch eine Backup- oder Warn-E-Mail. Der empfangende Mailserver führt eine DKIM-Prüfung durch und bewertet die Nachricht negativ. Das kann dazu führen, dass eine eigentlich legitime Firewall-Benachrichtigung als auffällig eingestuft wird. MR2 korrigiert den beschriebenen Fehler.

Beispiel: NC-177457 – WAF-Debugging

Bei aktiviertem WAF-Debugging konnte ein Passwort in der Datei reverseproxy.log sichtbar sein.

Warum ist das relevant?

Ein Administrator aktiviert für eine Fehlersuche das WAF-Debugging. Anschließend lädt er die Logs herunter und sendet sie eventuell an einen Kollegen oder Supporttechniker. Wenn Zugangsdaten im Klartext im Debug-Log auftauchen, entsteht dadurch ein zusätzliches Sicherheitsrisiko. MR2 behebt dieses Verhalten.

Alle 53 behobenen NC-Issues in MR2 Build 546

Die folgende Tabelle enthält alle 53 von Sophos für MR2 Build 546 dokumentierten Issues.

NC-ID Bereich Behobenes Problem
NC-180066AntivirusFehlgeschlagene SAVI- und AVIRA-Patternupdates konnten den Antivirus-Dienst stoppen.
NC-180824AuthenticationNeue AD-Benutzer aus sekundären Gruppen konnten sich nicht am VPN-Portal anmelden.
NC-176806AuthenticationEntra-ID-SSO konnte wegen fehlender Intermediate-CA-Zertifikate fehlschlagen.
NC-160157AuthenticationLast-Access-Zeit eines gelöschten Benutzers blieb gespeichert.
NC-175860CertificatesRemote-Access-IPsec konnte nach HA-Failover und erneuertem Appliance Certificate ausfallen.
NC-181175Central ManagementCentral-Gruppenrichtlinien konnten im Pending-Status hängen bleiben.
NC-180513Central ManagementKonfigurationsimport aus Sophos Central funktionierte nach MR1 nicht.
NC-180331Core UtilsLinux-Kernel-Schwachstelle beim Memory Handling korrigiert.
NC-181687CP 2.0 HASSL-VPN-Policy-Erstellung konnte mit internem Serverfehler scheitern.
NC-181331CP 2.0 HAVolle Configuration Partition konnte Failsafe auslösen.
NC-180152CSCInterface-Updates dauerten unter v22 GA länger als unter v21.5.
NC-180219DDNSCloudflare-DDNS konnte nach MR1-Upgrade ausfallen.
NC-177930EmailMailpoller-Absturz konnte E-Mails im Spool festhalten.
NC-171602EmailFirewall-Benachrichtigungsmails konnten bei DKIM-Prüfungen fehlschlagen.
NC-181741FirewallNicht authentifizierter Benutzertraffic wurde stündlich verworfen.
NC-180974FirewallKernel-Crash in sdwan_profile konnte HA-Failover verursachen.
NC-178903FirewallSATC-Benutzer konnten nach v22-GA-Upgrade Internetzugriff verlieren.
NC-178413FirewallLeerer Service-Wert konnte ipset-Fehler und Failsafe verursachen.
NC-178354FirewallKernel-Crash während SD-WAN-Regel-Matching.
NC-177934FirewallFirewall konnte nach Upgrade auf v22 GA in Failsafe wechseln.
NC-170200Firmware ManagementMehrere schnelle Upgradeversuche konnten Firmwareupdates scheitern lassen.
NC-177467HAViele unauthentifizierte SSH-Verbindungen konnten Auxiliary-Start verhindern.
NC-173031HAImportierte Application Policies synchronisierten nicht automatisch zum Auxiliary.
NC-177536IPS EngineUpgrade auf v22 GA konnte auf dem HA-Primary scheitern.
NC-180433IPsecMulticast über VPN konnte wiederholte Firewall-Abstürze auslösen.
NC-178121IPsecSite-to-Site-IPsec-Verbindungen konnten in Failover-Gruppen falsch einsortiert werden.
NC-171719IPsecSD-WAN-Routingproblem mit ESP-Traffic.
NC-181520LoggingPerformance des Log Viewers verbessert.
NC-180110LoggingLogging-Daemon-Fehler konnte HA-Primary in Failsafe versetzen.
NC-178745LoggingOut-of-Memory konnte automatischen HA-Neustart verursachen.
NC-172912LoggingFlackernde Systemgrafik korrigiert.
NC-178141Netfilter UtilsBestimmte ICMP-Fehlerpakete konnten von lokalen ACLs verworfen werden.
NC-180933NFP FirewallAnmeldung an WebAdmin konnte fehlschlagen.
NC-180520NFP FirewallXFRM-Gateway konnte bei bestimmter Alias-IP-/IPsec-Konstellation unerreichbar bleiben.
NC-177769NFP FirewalleBPF-Dienst konnte nach Patternupdate hängen bleiben.
NC-176855NFP FirewallIPv6-Durchsatzprobleme über route-based IPsec VPN.
NC-177441PostgresInitiales HA-Primary konnte nach GA-Upgrade in Failsafe wechseln.
NC-178197QoSApplication Traffic konnte mit Bandbreitenrichtlinie zeitweise stoppen.
NC-178906REDFehler beim Start des RED-Server-Dienstes konnte Failsafe verursachen.
NC-172020ReportingSysteme ohne On-box Reporting konnten leere Traffic-PDFs versenden.
NC-169646ReportingOn-demand-PDFs konnten in Chrome falsche Diagramme enthalten.
NC-155252ReportingHohe Disk-I/O konnte CPU-Spitzen und kurze Internetunterbrechungen verursachen.
NC-176012Security HeartbeatGemeinsam verwendete Dockingstation konnte falschen Missing-Heartbeat-Status erzeugen.
NC-181904SFOS CentralQuarantäne-E-Mails ließen sich über Central nicht freigeben.
NC-180226SpoofingDoppelte Trusted-MAC-Adresse erzeugte keine korrekte Fehlermeldung.
NC-181299Static RoutingGeoIP-Datenbank ordnete eine deutsche IP fälschlich Großbritannien zu.
NC-181575UI FrameworkZeitfeld in Schedules wurde fehlerhaft dargestellt.
NC-171424UI FrameworkWeb-Exceptions-Seite konnte nach Löschen leer erscheinen.
NC-180200WAFWAF konnte während nächtlicher Lizenzsynchronisierung in Home Edition stoppen.
NC-177457WAFBei aktiviertem WAF-Debugging konnte ein Passwort im Reverse-Proxy-Log sichtbar sein.
NC-176788WAFResponseFieldSize konnte nach Zertifikatswechsel auf Standardwert zurückfallen.
NC-167019WebInSnortVeeam-Traffic ohne Exception konnte hohe Snort-CPU-Auslastung verursachen.
NC-179462XGS BSPHardwarestatistik-Abfragen erzeugten wiederholt Warnungen im Systemlog.

Welche Fixes sind für welche Umgebung besonders relevant?

Sie verwenden … Dann besonders prüfen
HA-Cluster NC-180974, NC-177467, NC-173031, NC-177536, NC-178745, NC-181331
IPsec VPN NC-175860, NC-180433, NC-178121, NC-171719, NC-180520, NC-176855
Firewall als MTA NC-177930 und NC-171602
WAF NC-180200, NC-177457 und NC-176788
Sophos Central NC-181175, NC-180513 und NC-181904
SD-WAN NC-180974, NC-178354 und NC-171719

Sollte ich heute noch auf MR2 Build 546 aktualisieren?

Für eine heute neu geplante Firmwareaktualisierung würden wir MR2 nicht mehr als langfristigen Zielstand auswählen.

Mit MR3 Build 576 ist inzwischen ein neuerer Maintenance-Stand verfügbar.

Unsere Empfehlung:

Sie planen heute ein neues Upgrade:
MR3 als Zielstand prüfen.

Ihre Firewall läuft bereits stabil auf MR2:
MR3 kontrolliert und geplant ausrollen.

Sie sind von einem konkreten MR3-Fix betroffen:
Das Update entsprechend höher priorisieren.

Hotfixes:
Automatische Hotfix-Installation aktiviert lassen.

Sollte ich mit MR2 einfach auf v23 warten?

Nicht pauschal.

SFOS v23 befindet sich aktuell noch im Early Access Program.

Ein erforderliches Maintenance Update sollte deshalb nicht automatisch aufgeschoben werden, nur weil eine zukünftige Major-Version angekündigt ist.

Praxisbeispiel:

Eine Firewall läuft auf MR2 und ist von einem Problem betroffen, das MR3 behebt. In diesem Fall wäre es wenig sinnvoll, das bekannte Problem mehrere Monate weiter zu betreiben, nur um später direkt auf v23 zu wechseln. Der konkrete Sicherheits- und Betriebsbedarf ist wichtiger als der Wunsch, eine Versionsnummer zu überspringen.

Was sollte ich nach dem Upgrade testen?

Dass die Firewall nach dem Firmwareupgrade wieder erreichbar ist, bedeutet noch nicht, dass alle Funktionen korrekt arbeiten.

Wir empfehlen mindestens folgende Prüfungen:

  • WAN- und LAN-Interfaces,
  • Internetverbindung,
  • Firewall- und NAT-Regeln,
  • SD-WAN-Routing,
  • Site-to-Site-IPsec,
  • Remote-Access-VPN,
  • HA-Status,
  • RED-Verbindungen,
  • DNS und DHCP,
  • STAS und Benutzeranmeldung,
  • Web Protection,
  • SSL/TLS Inspection,
  • WAF,
  • MTA/E-Mail,
  • Sophos Central,
  • Patternupdates,
  • Log Viewer und Systemmeldungen.
Praxisbeispiel:

Nach einem Upgrade funktioniert das Internet. Der Administrator beendet das Wartungsfenster. Am nächsten Morgen stellt sich jedoch heraus, dass der Site-to-Site-VPN-Tunnel zu einer Niederlassung nicht funktioniert. Deshalb sollte nicht nur geprüft werden, ob die Firewall „online“ ist, sondern ob die für das Unternehmen wichtigen Dienste tatsächlich funktionieren.

Fazit zu SFOS v22 MR2 Build 546

SFOS v22 MR2 Build 546 war ein wichtiges Maintenance Release der v22-Generation.

Mit PQC-Erkennung, verbesserter Generative-AI-Erkennung, Chromebook Manifest V3 und 53 dokumentierten Fixes enthielt die Version sowohl neue Funktionen als auch zahlreiche relevante Korrekturen.

Heute muss MR2 jedoch im zeitlichen Kontext betrachtet werden: Mit SFOS v22 MR3 Build 576 steht inzwischen ein neuerer Maintenance-Stand zur Verfügung.

Kurz zusammengefasst:

MR2 Build 546: wichtiger Maintenance-Stand vom 14.07.2026.

53 NC-Fixes: offiziell von Sophos dokumentiert.

Hotfix: gezielte versionsspezifische Korrektur, kein Ersatz für regelmäßige Firmwarepflege.

CVE: öffentliche Schwachstellenkennung.

NC: Sophos-interne Issue-ID und nicht automatisch eine CVE.

Heute: MR3 als nächsten produktiven Zielstand prüfen.

Offizielle Sophos-Quellen

Zur Einordnung der Inhalte:

Versionsdaten, Funktionen, Upgrade-Voraussetzungen und NC-IDs stammen aus den offiziellen Sophos Release Notes und Produktdokumentationen.

Die mit Praxisbeispiel oder Einfach erklärt gekennzeichneten Abschnitte dienen der verständlichen Erläuterung der dokumentierten technischen Sachverhalte.

Die als unsere Empfehlung gekennzeichneten Aussagen sind unsere betriebliche Einordnung und keine wörtliche Herstellerempfehlung.

Firmwarestand oder Upgrade prüfen lassen?

Wenn Sie eine Sophos Firewall mit MR2 oder einem älteren Firmwarestand betreiben, können wir vor einem Upgrade die relevanten Voraussetzungen prüfen.

Dazu gehören beispielsweise Upgradepfad, HA, VPN, RED, WAF, Routing, Authentifizierung, Speicherplatz und bestehende Legacy-Konfigurationen.

Kontakt

ist seit über acht Jahren als Network Security Engineer bei der ito consult GmbH / UTMshop tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Sophos Central, Endpoint, XDR, MDR und Sophos Firewall. Er ist unter anderem für Sophos Central Endpoint, Sophos XDR und Sophos Firewall zertifiziert.

Zertifizierung:

  • Sophos MDR Sales Consultant
  • Sophos Firewall Sales Consultant
  • Sophos Central Sales Consultant
  • Sophos Central Engineer
  • Sophos Central Technician
  • Sophos Central Architect
  • Sophos Firewall Engineer
  • Sophos Firewall Technician
  • Sophos Firewall Architect

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