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Sophos Firewall v23: Die wichtigsten Neuerungen im Überblick

Hinweis zum Release-Status: Sophos Firewall OS v23 (SFOS v23) befindet sich Stand 22. Oktober 2026 noch im Early Access Program (EAP). Die beschriebenen Funktionen entsprechen dem derzeit dokumentierten Entwicklungsstand und können sich bis zur finalen GA-Version noch ändern.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Neue REST API & Automatisierung
Moderne API für Skripte, Integrationen und standardisierte Verwaltungsprozesse auf Sophos Firewalls.
AI Firewall Assistant
KI unterstützt bei Analyse und Regelerstellung – der Administrator behält die Kontrolle.
High Availability
Das dokumentierte Erkennungsfenster für den Verlust des HA-Partners sinkt von 4 Sekunden auf 300 ms.
DNS-Sicherheit
DNS over HTTPS und DNSSEC schützen unterschiedliche Bereiche der Namensauflösung.
Identity
Microsoft Entra ID und Google Workspace werden stärker eingebunden.
WAF & Netzwerk
Neue Pfadaktionen, im EAP optional bis zu 100 WAF-Regeln sowie Verbesserungen bei DHCP und mDNS.

Sophos Firewall v23 EAP: Was bringt SFOS v23?

Mit Sophos Firewall OS v23 (SFOS v23) bereitet Sophos eines der umfangreicheren Firewall-Releases der vergangenen Jahre vor. Der aktuelle SFOS-v23-Early-Access zeigt bereits, welche Funktionen Administratoren mit der nächsten Version erwarten können.

Dabei geht es nicht nur um einzelne neue Security-Funktionen. Sophos überarbeitet gleichzeitig mehrere Bereiche, mit denen Administratoren täglich arbeiten: Firewall-Regeln, Automatisierung, High Availability, DNS, Identity, WAF, DHCP und Netzwerkdienste.

Besonders interessant sind die neue REST API, der AI Firewall Assistant, die überarbeitete Regelverwaltung, die Änderungen an High Availability sowie Neuerungen bei DNSSEC, WAF, Entra ID, DHCP und weiteren Netzwerkdiensten.

Wichtig: Stand 22. Oktober 2026 befindet sich SFOS v23 noch im Early Access Program. Funktionen, Limits und Upgradepfade können sich bis zur finalen Veröffentlichung ändern.

Das Early Access Program startete am 28. September 2026.

Quelle: Sophos Firewall v23 – Early Access Announcement

Direkt zu den wichtigsten Neuerungen

AI & Automatisierung

Neue REST API: Firewall-Verwaltung automatisieren

Eine der technisch wichtigsten Neuerungen von SFOS v23 ist die neue REST API.

Das Problem: Wer viele Firewalls betreut, muss wiederkehrende Konfigurationen, Prüfungen oder Abfragen häufig mehrfach durchführen. Bei 30 oder 40 Systemen entsteht dadurch schnell erheblicher manueller Aufwand.

Die neue REST API ermöglicht Create-, Read-, Update- und Delete-Operationen und ist damit für moderne Automatisierungs- und Integrationsszenarien ausgelegt.

Skripte, API-Clients oder eigene Verwaltungssysteme können Konfigurationen dadurch programmatisch bearbeiten.

Einsatzbereich Möglicher Nutzen
Objekte Netzwerkobjekte standardisiert erstellen oder auslesen
Audits Konfigurationen automatisch prüfen und vergleichen
Provisionierung wiederkehrende Konfigurationsaufgaben standardisieren
Monitoring Zustände und Konfigurationsinformationen automatisiert abrufen

Wie wird die REST API abgesichert?

Die Authentifizierung erfolgt über einen API Key, der als Bearer Token verwendet wird.

Zusätzlich muss der API-Zugriff auf der Firewall aktiviert und auf erlaubte Quell-IP-Adressen beziehungsweise Netzwerke begrenzt werden.

Unsere Empfehlung: Für Automatisierungen ein eigenes Administratorkonto mit möglichst wenigen Berechtigungen verwenden, API Keys geschützt speichern und Änderungen zunächst in einer Testumgebung prüfen.

Eine technisch erfolgreiche API-Anfrage bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die daraus resultierende Firewall-Konfiguration fachlich korrekt ist. Reihenfolge von Regeln, NAT, Routing und vorhandene Objekte müssen weiterhin berücksichtigt werden.

Quelle: Sophos Firewall v23 – REST API

AI Firewall Assistant: Regeln mit natürlicher Sprache vorbereiten

Der neue AI Firewall Assistant in Sophos Fusion soll Administratoren bei der Analyse von Konfigurationen und bei der Vorbereitung neuer Regeln unterstützen.

Praxisbeispiel:
Die Buchhaltung soll auf einen internen Dateiserver über einen bestimmten Dienst zugreifen. Der Administrator beschreibt diesen gewünschten Zugriff in natürlicher Sprache. Der Assistant kann daraus einen Regelentwurf vorbereiten.

Der AI Firewall Assistant aktiviert die neue Regel nicht selbstständig.

Ein erzeugter Entwurf wird deaktiviert am Ende des Regelwerks abgelegt.

AI Assistant Administrator
Konfiguration analysieren Ergebnis bewerten
Regelentwurf erstellen Quelle, Ziel und Dienst prüfen
Regel deaktiviert ablegen Position im Regelwerk prüfen und Regel aktivieren

Damit unterstützt die KI die Administration, ohne die Verantwortung für produktive Firewall-Regeln zu übernehmen.

KI-Anwendungskontrolle und Sophos AI Defense

SFOS v23 ergänzt unter anderem Möglichkeiten, generative KI-Dienste über Web- und Application-Control-Richtlinien besser zu klassifizieren.

Unternehmen können dadurch beispielsweise unterscheiden, welche KI-Dienste zugelassen beziehungsweise blockiert werden sollen.

Wichtig: Sophos AI Defense ist kein Bestandteil der SFOS-v23-Lizenz. AI Defense ist ein eigenständiges Add-on innerhalb von Sophos Fusion.

Ausführliche Informationen finden Sie außerdem in unserem Beitrag Sophos AI Defense einfach erklärt .

Management & High Availability

Neue Firewall-Regeltabelle

Bei großen Firewall-Regelwerken kann bereits die Suche nach der richtigen Regel viel Zeit kosten. SFOS v23 modernisiert deshalb die Regelansicht.

Neuerung Praktischer Nutzen
Anpassbare Spalten nur relevante Regeleigenschaften anzeigen
Fixierbare Spalten wichtige Informationen beim Scrollen sichtbar halten
Freitextsuche Regeln schneller finden
Filter große Regelwerke gezielt einschränken
Praxisbeispiel Firewall-Audit:
Ein Regelwerk enthält 350 Einträge. Gesucht werden alle Regeln für ein bestimmtes Servernetz. Statt jede Regel einzeln zu öffnen, können relevante Spalten eingeblendet und die Ansicht gezielt gefiltert werden.

High Availability: drei entscheidende Verbesserungen

Verbesserung Was ändert sich? Nutzen
Ausfallerkennung 4 Sekunden → 300 ms Ausfall des HA-Partners schneller erkennen
Hardware Monitoring zusätzliche Zustände wie SSD-Gesundheit berücksichtigen kritische Hardwarezustände früher berücksichtigen
Heartbeat priorisierte Verarbeitung unter hoher Last geringeres Risiko lastbedingter Fehlumschaltungen

Wie funktioniert HA grundsätzlich?

In einem Active-Passive-Cluster arbeiten beispielsweise zwei Sophos XGS Firewalls zusammen.

Eine Firewall verarbeitet den produktiven Datenverkehr. Die zweite Firewall steht für die Übernahme bereit. Beide Geräte senden regelmäßig Keepalive- beziehungsweise Heartbeat-Nachrichten.

4 Sekunden → 300 Millisekunden

SFOS v23 reduziert das dokumentierte Erkennungsfenster für den Verlust des HA-Partners von vier Sekunden auf 300 Millisekunden.

Wichtig: 300 Millisekunden bedeuten nicht, dass jede Anwendung nach exakt 300 ms vollständig weiterläuft. Der Wert beschreibt die Erkennung des HA-Ausfalls. Routing, Verbindungstabellen, ARP/Neighbor Discovery, angrenzende Netzwerkgeräte und Anwendungen beeinflussen die tatsächliche Unterbrechungsdauer ebenfalls.

Hardwarezustand kann einen Failover beeinflussen

Praxisbeispiel:
Die aktive XGS beantwortet weiterhin Ping-Anfragen und verarbeitet Datenverkehr. Ihre SSD zeigt jedoch einen kritischen Zustand. SFOS v23 kann diesen Hardwarezustand berücksichtigen und einen Failover einleiten, bevor daraus ein vollständiger Geräteausfall entsteht.

Stabilere Heartbeats unter Last

Hohe CPU- oder Netzwerklast kann dazu führen, dass zeitkritische Verwaltungsaufgaben verzögert werden. Sophos priorisiert die HA-Kommunikation deshalb stärker und trennt deren Verarbeitung besser vom normalen Datenverkehr.

HTTP/2 für WebAdmin

Auch die Administrationsoberfläche wird technisch modernisiert. HTTP/2 soll insbesondere beim initialen Laden und bei Verbindungen mit höherer Latenz Vorteile bringen.

Firmware-Zeitpläne richtig einordnen

Wiederkehrende Firmware-Zeitpläne sind insbesondere für Dienstleister mit vielen Firewalls interessant.

Abgrenzung: Wiederkehrende Firmware-Zeitpläne sind keine reine SFOS-v23-Funktion. Die Funktion gehört zur zentralen Firewall-Verwaltung in Sophos Fusion.

DNS, Routing & Secure by Design

DNS over HTTPS und DNSSEC verständlich erklärt

DNS over HTTPS und DNSSEC werden häufig miteinander verwechselt. Beide betreffen DNS, lösen aber unterschiedliche Sicherheitsprobleme.

Technik Schützt hauptsächlich Vereinfacht gesagt
DoH Transport der DNS-Anfrage „Wer kann meine DNS-Anfrage unterwegs lesen?“
DNSSEC Authentizität signierter DNS-Daten „Kann ich dieser DNS-Antwort vertrauen?“
DNS Protection Sicherheitsrichtlinien für DNS-Ziele „Soll diese Domain überhaupt erreichbar sein?“

DNS over HTTPS

Bei DoH werden DNS-Anfragen über eine verschlüsselte HTTPS-Verbindung an einen unterstützten Resolver übertragen.

SFOS v23 kann dafür unter anderem benutzerdefinierte DoH-Resolver und Sophos DNS Protection verwenden.

Wichtig zur Einordnung:
Wenn die Sophos Firewall DoH zu ihrem Resolver verwendet, bedeutet das nicht automatisch, dass jeder Client im LAN selbst DoH verwendet.

DNSSEC

DNSSEC ermöglicht die kryptografische Prüfung signierter DNS-Daten.

Beispiel:
Eine Domain soll auf 203.0.113.10 zeigen. Ein Angreifer versucht eine manipulierte Antwort einzuschleusen. Ist die Zone korrekt mit DNSSEC signiert, kann eine ungültige kryptografische Signatur erkannt werden.

Quelle: Sophos Firewall v23 – DNS Server

Hotfix-Transparenz: Was wurde wirklich installiert?

Sophos-Hotfixes selbst sind nicht neu. Neu ist vor allem die bessere Sichtbarkeit bereits angewendeter Sicherheitskorrekturen.

Praxisnutzen:
Fragt ein Kunde, ob eine bestimmte Sophos-CVE bereits korrigiert wurde, lassen sich Firmwareversion, Advisory und angewendete Hotfixes deutlich leichter gegeneinander prüfen.
Wichtig: Eine leere Hotfix-Liste bedeutet nicht automatisch, dass eine Firewall ungepatcht ist. Die Korrektur kann bereits Bestandteil der installierten Firmware sein.

Routing und BFD

SFOS v23 aktualisiert die Routing-Basis und führt außerdem Unterstützung für Bidirectional Forwarding Detection (BFD) ein.

Wichtig: Sophos kennzeichnet BFD in SFOS v23 derzeit ausdrücklich als experimentelle Funktion. Die aktuelle Dokumentation beschreibt die Funktion insbesondere für BGP auf Standalone-Systemen.

NDR: Erkennung und Reaktion stärker trennen

Beim Zusammenspiel mit Sophos NDR können Alerts ausgelöst werden, ohne dass ein Endpoint in jedem Fall automatisch isoliert werden muss.

Identity & Access

Microsoft Entra ID und Google Workspace

Über OpenID Connect unterstützt SFOS v23 Microsoft Entra ID und Google Workspace als Identity Provider.

Praxisbeispiel mit Google Workspace:
Benutzer öffnet das VPN Portal → Firewall leitet zur Google-Anmeldung → Google prüft Benutzer und gegebenenfalls MFA → Firewall erhält die benötigten Identitätsinformationen → Anmeldung wird entsprechend der Firewall-Konfiguration fortgesetzt.

Entra ID für Synchronized Security

Die Firewall sieht zunächst nur:

Quell-IP: 192.168.10.55
Ziel-IP: 203.0.113.20
Protokoll: TCP
Zielport: 443


Daraus ist noch nicht automatisch ersichtlich, welcher Benutzer hinter der Quell-IP arbeitet.

SFOS v23 erweitert die Verwendung von Entra-ID-Identitäten innerhalb von Synchronized Security und ist damit besonders für hybride Microsoft-Umgebungen interessant.

Wichtig: Entra ID allein bedeutet nicht, dass jede Sophos Firewall automatisch jeden Benutzer erkennen kann. Die entsprechende Sophos-Endpoint- und Identity-Integration muss vorhanden und korrekt konfiguriert sein.

MFA-Onboarding per E-Mail

QR-Codes zur MFA-Einrichtung können per E-Mail an Benutzer zugestellt werden. Dadurch muss ein entsprechendes Portal nicht allein für das MFA-Onboarding unnötig öffentlich angeboten werden.

Terminalserver: Benutzer trotz gemeinsamer IP unterscheiden

Bei einem Terminalserver können viele Benutzer über dieselbe Server-IP kommunizieren.

Benutzer sichtbare Quell-IP
Max 192.168.10.20
Anna 192.168.10.20
Peter 192.168.10.20

WAF & Netzwerk

WAF: unterschiedliche Aktionen pro URL-Pfad

Die Web Application Firewall erhält mit v23 eine der größeren strukturellen Änderungen.

Eine normale Firewall-Regel kann beispielsweise TCP 443 freigeben. Die WAF arbeitet dagegen als Reverse Proxy und kann HTTP-/HTTPS-Verkehr auf Anwendungsebene behandeln.

Beispiel:
Interner Webserver: 10.20.30.50:443
Externe Adresse: https://portal.firma.de

Die Sophos WAF steht als Reverse Proxy zwischen Internet und internem Webserver.

Vier Aktionen pro URL-Pfad

Aktion Bedeutung Beispiel
Protect WAF-Schutz anwenden /login
Block Pfad sperren /admin
Redirect auf anderes Ziel umleiten /alt → /neu
Passthrough geeigneten Verkehr direkt weiterleiten z. B. dokumentierte WebSocket-Szenarien

Bestehende WAF-Regeln werden migriert

Bestehende WAF-Regeln werden beim Upgrade in das neue Modell übernommen. Vorhandene Regeln werden als Protect-Aktionen migriert und bestehende Pfadrouten bleiben erhalten.

Nach dem Upgrade testen:
Authentifizierung, Redirects, Datei-Uploads, WebSockets, Backend-Routing und besondere Anwendungspfade.

WAF-Performance bei parallelen Requests

Sophos modernisiert auch die Verarbeitung paralleler WAF-Anfragen.

Das neue Verarbeitungsmodell soll Threads effizienter nutzen und Lastspitzen besser verarbeiten.

Keine Benchmark-Garantie: Der tatsächliche Gewinn hängt unter anderem von XGS-Modell, TLS, WAF-Profil, Backend, Request-Größe und Webanwendung ab.

WAF-Skalierung: 100 Regeln im EAP, bis zu 200 für GA vorgesehen

Auch bei der maximalen Anzahl von WAF-Regeln soll SFOS v23 deutlich zulegen.

Version / Stand WAF-Regeln Einordnung
SFOS v22 bis zu 60 bisherige Obergrenze
SFOS v23 EAP optional bis zu 100 aktueller Early-Access-Stand
SFOS v23 GA bis zu 200 vorgesehen für die finale Version geplant
Wichtig zum aktuellen Stand: Nach aktueller Auskunft von Sophos ist die v23-EAP-Dokumentation in diesem Bereich noch nicht vollständig. Im aktuellen EAP kann die Obergrenze optional auf bis zu 100 WAF-Regeln erhöht werden. Für die finale GA-Version ist eine Skalierung auf bis zu 200 WAF-Regeln vorgesehen. Für produktive Planungen sollte deshalb die finale GA-Dokumentation erneut geprüft werden.

DHCP wird modernisiert

Sophos überführt den DHCP-Dienst auf eine modernisierte interne Architektur. Das DHCP-Protokoll selbst ändert sich dadurch nicht.

DHCP kurz erklärt

Schritt Bedeutung
Discover Client sucht DHCP-Server
Offer Server bietet Adresse an
Request Client fordert Adresse an
Acknowledge Server bestätigt die Zuweisung

mDNS Reflector für getrennte VLANs

Praxisbeispiel:
VLAN 10 enthält Mitarbeiter-Notebooks.
VLAN 20 enthält AirPrint-Drucker.

Das Notebook soll den Drucker automatisch finden, ohne beide Netze zusammenzulegen. Der mDNS Reflector vermittelt die Diensterkennung zwischen den dafür ausgewählten Interfaces.
Wichtig: mDNS ermöglicht die Diensterkennung. Die eigentliche Kommunikation zwischen den VLANs benötigt weiterhin eine passende Firewall-Regel.

IPv6 IPoE und 4in6

Einige Neuerungen richten sich an besondere IPv6- und Provider-Szenarien. Entscheidend ist die vom jeweiligen Provider verwendete Zugangstechnik.

Upgrade auf SFOS v23 vorbereiten

eDirectory wird nicht mehr unterstützt

Wichtiger Upgrade-Blocker

Novell eDirectory wird ab SFOS 23.0 nicht mehr unterstützt. Eine bestehende eDirectory-Konfiguration muss vor dem Upgrade auf eine unterstützte Authentifizierung migriert und entfernt werden.

Andernfalls schlägt das Upgrade laut Sophos fehl.

XG- und SG-Hardware

XG- und SG-Series-Hardware-Appliances werden von SFOS v23 nicht unterstützt.

Das ist allerdings keine neue Einschränkung von v23. Bereits seit SFOS 21.0 werden diese Hardwaregenerationen nicht mehr von neuen SFOS-Versionen unterstützt.

Für aktuelle Hardware finden Sie die Sophos XGS Firewalls im UTMshop .

Aktuelle EAP-Einschränkung: v22 MR3 → v23 EAP1

Im derzeitigen Early Access ist kein direktes Upgrade von SFOS v22 MR3 auf v23 EAP1 möglich.

Das betrifft den aktuellen EAP-Stand.
Daraus sollte nicht geschlossen werden, dass derselbe Upgradepfad später auch für die GA-Version gilt.

Welche Neuerung ist für welche Umgebung besonders wichtig?

Umgebung Besonders interessant
HA-Cluster Ausfallerkennung, SSD-Überwachung und priorisierte Heartbeats
Dienstleister / viele Firewalls REST API, neue Regelverwaltung und zentrale Automatisierung
Microsoft-Umgebung Entra ID und Synchronized Security
Google-Workspace-Umgebung OpenID Connect und MFA
Terminalserver / RDS verbesserte Benutzeridentifikation
Webanwendungen WAF-Pfadaktionen, höhere Skalierung und neue Parallelverarbeitung
BGP-Netze aktualisierte Routing-Basis und experimentelles BFD
Audits / Compliance Hotfix-Transparenz und CVE-Nachvollziehbarkeit

Unsere Empfehlung

SFOS v23 ist technisch sehr interessant – aber noch Early Access.

Besonders relevant sind aus unserer Sicht die REST API, die neue Regelverwaltung, die HA-Verbesserungen, moderne Identity-Integration und das neue WAF-Modell.

Für produktive Umgebungen würden wir den aktuellen EAP-Stand jedoch nicht wie ein reguläres GA-Update behandeln.

Häufige Fragen zu Sophos Firewall v23

Ist Sophos Firewall v23 bereits allgemein verfügbar?

Nein. Stand 22. Oktober 2026 befindet sich SFOS v23 noch im Early Access Program.

Wann erscheint SFOS v23 als GA?

Sophos hat in den aktuell geprüften öffentlichen Quellen noch keinen verbindlichen GA-Termin genannt.

Kann der AI Firewall Assistant Regeln selbst aktivieren?

Nein. Ein erzeugter Regelentwurf wird deaktiviert abgelegt und muss vom Administrator geprüft und aktiviert werden.

Bedeutet 300 ms HA eine Unterbrechung von nur 300 ms?

Nein. Die 300 Millisekunden beziehen sich auf die Erkennung des Ausfalls eines HA-Partners.

Wie viele WAF-Regeln unterstützt SFOS v23?

In SFOS v22 liegt die bisherige Obergrenze bei 60 WAF-Regeln. Im aktuellen SFOS-v23-Early-Access kann die Obergrenze nach aktueller Auskunft von Sophos optional auf bis zu 100 Regeln erhöht werden. Für die finale GA-Version ist eine Skalierung auf bis zu 200 WAF-Regeln vorgesehen.

Da die v23-EAP-Dokumentation in diesem Bereich aktuell noch nicht vollständig ist, sollte für produktive Planungen die finale GA-Dokumentation herangezogen werden.

Ist Sophos AI Defense Bestandteil von SFOS v23?

Nein. Sophos AI Defense ist ein eigenständiges Sophos-Fusion-Add-on.

Ist BFD bereits regulär freigegeben?

Nein. Sophos kennzeichnet die aktuelle BFD-Unterstützung ausdrücklich als experimentell.

Fazit: SFOS v23 modernisiert weit mehr als einzelne Security-Funktionen

Sophos Firewall OS v23 ist vor allem deshalb interessant, weil mehrere grundlegende Bereiche gleichzeitig modernisiert werden.

  • 300 Millisekunden bei HA bedeuten nicht 300 Millisekunden Gesamtausfall.
  • BFD ist noch experimentell.
  • eDirectory kann ein Upgrade blockieren.
  • AI Defense ist ein separates Produkt.
  • Firmware-Zeitpläne sind keine reine v23-Funktion.
  • Im aktuellen v23 EAP sind optional bis zu 100 WAF-Regeln möglich; für GA sind bis zu 200 vorgesehen.

SFOS v23 ist deshalb aktuell eine sehr interessante Basis für Tests und Upgrade-Planungen – aber noch keine finale GA-Grundlage für einen pauschalen produktiven Rollout.

Fragen zu Sophos Firewall v23?

Sie möchten wissen, welche Neuerungen für Ihre bestehende Sophos-Firewall-Umgebung relevant sind oder welche Sophos Firewall zu Ihren Anforderungen passt?

Unsere Kaufberatung unterstützt Sie bei Auswahl, Dimensionierung und Lizenzierung einer passenden Sophos Firewall.

Kontakt

ist seit über acht Jahren als Network Security Engineer bei der ito consult GmbH / UTMshop tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Sophos Central, Endpoint, XDR, MDR und Sophos Firewall. Er ist unter anderem für Sophos Central Endpoint, Sophos XDR und Sophos Firewall zertifiziert.

Zertifizierung:

  • Sophos MDR Sales Consultant
  • Sophos Firewall Sales Consultant
  • Sophos Central Sales Consultant
  • Sophos Central Engineer
  • Sophos Central Technician
  • Sophos Central Architect
  • Sophos Firewall Engineer
  • Sophos Firewall Technician
  • Sophos Firewall Architect