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Neue Sophos XGS 1U-Reihe im Vergleich: XGS 2380, 3380, 4580 und 5580

Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 von vorn, die neue 1U-Reihe übereinander im Rack

Sophos hat auf der it-sa 2026 vier neue Rack-Firewalls vorgestellt: die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580. Bestellbar sind sie ab dem 4. November 2026. Die Modelle ergänzen die bisherigen 1U-Firewalls. Wir vergleichen Leistungswerte, Hardware, Schnittstellen und die Position der neuen Geräte innerhalb des Sophos-Portfolios. Die Sophos XGS 5580 konnten wir bereits selbst testen. Unsere Erfahrungen finden Sie unter Sophos XGS 5580 im ersten Test.

Das Wichtigste in 30 Sekunden

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 ergänzen die bisherige Firewall-Reihe. Alle vier Modelle verwenden ein 1U-Gehäuse für den Rackeinbau.
Die Sophos XGS 2380 schafft 23,3 Gbit/s Threat Protection, die XGS 2300 5,9 Gbit/s. Das ist knapp das Vierfache.
Die XGS 2380 und 3380 arbeiten mit integrierten FastPath-Kernen. Die XGS 4580 und 5580 verwenden dagegen einen eigenen Sophos Xstream Flow Processor.
Alle vier Modelle besitzen 2,5-Gbit/s-Kupferports und vor Ort austauschbare SSDs. Ab der XGS 3380 stehen zusätzlich SFP28-Anschlüsse zur Verfügung.
Die Sophos XGS 5580 hat die höchsten Inspektionswerte der neuen 1U-Reihe und belegt nur eine Höheneinheit, halb so viel wie die XGS 5500 und 6500.

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Welche Modelle gehören zur neuen Sophos XGS 1U-Reihe?

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 erweitern seit dem 4. November 2026 das bestehende Rack-Portfolio. Die bisherigen Modelle bleiben weiterhin verfügbar.

Die Sophos XGS Modelle sind in Desktop-, 1U- und 2U-Bauformen erhältlich. Innerhalb der 1U-Reihe ordnet Sophos die Modelle nach Preis und Leistung: XGS 2100, 2300, 3100, 3300, 2380, 4300, 3380, 4500, 4580 und 5580.

Die Modellnummer beschreibt keinen festen Migrationspfad. Die neuen Geräte erweitern das Angebot für unterschiedliche Leistungs- und Schnittstellenanforderungen.

Die bisherige Desktop- und 2U-Reihe bleibt zum Verkaufsstart unverändert. Alle Modelle finden Sie unter Sophos XGS Firewalls.

Bauform Modelle Neu ab 04.11.2026
Desktop Sophos XGS 88, 108, 118, 128, 138 Keine Änderung zum Start der neuen 1U-Reihe
1U (Rack, eine Höheneinheit) Sophos XGS 2100, 2300, 3100, 3300, 2380, 4300, 3380, 4500, 4580, 5580 Sophos XGS 2380, 3380, 4580, 5580
2U (Rack, zwei Höheneinheiten) Sophos XGS 5500, 6500, 7500, 8500 Keine Änderung zum Start der neuen 1U-Reihe

Quelle: Sophos, Stand November 2026.

Die vier Modelle im Überblick: Leistungswerte und Hardware

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 unterscheiden sich bei Threat Protection, TLS-Inspection und der Anzahl neuer Verbindungen pro Sekunde.

Threat Protection beschreibt den Durchsatz mit mehreren gleichzeitig aktiven Schutzfunktionen. TLS-Inspection misst die Verarbeitung verschlüsselter Verbindungen, bei denen der Datenverkehr entschlüsselt, geprüft und erneut verschlüsselt wird. Die Verbindungsrate gibt an, wie viele neue Verbindungen eine Firewall pro Sekunde verarbeiten kann.

Die Tabelle zeigt die Datenblattwerte aller vier Modelle.

Merkmal Sophos XGS 2380 Sophos XGS 3380 Sophos XGS 4580 Sophos XGS 5580
Bauform 1U Short 1U Short 1U Long 1U Long
Architektur Intel-CPU, integrierte FastPath-Kerne Intel-CPU, integrierte FastPath-Kerne CPU und Sophos Xstream Flow Processor CPU und Sophos Xstream Flow Processor
Threat Protection 23,3 Gbit/s 32 Gbit/s 45 Gbit/s 58 Gbit/s
SSL/TLS-Inspection 8 Gbit/s 9,5 Gbit/s 12 Gbit/s 16 Gbit/s
Neue Verbindungen pro Sekunde 420.000 500.000 700.000 775.000
Firewall-Durchsatz 59,8 Gbit/s 80 Gbit/s 105 Gbit/s 112,5 Gbit/s
IPS-Durchsatz 26 Gbit/s 32 Gbit/s 38,5 Gbit/s 48 Gbit/s
IPsec VPN 48,5 Gbit/s 74 Gbit/s 97 Gbit/s 105 Gbit/s
Gleichzeitige Verbindungen 8.000.000 16.600.000 17.200.000 35.000.000
Leistungsaufnahme 80 W (Leerlauf) / 200 W (Volllast) 80 W (Leerlauf) / 200 W (Volllast) 115 W (Leerlauf) / 246,18 W (Volllast) 125 W (Leerlauf) / 262,13 W (Volllast)

Quelle: Sophos-Datenblatt und Broschüre, Stand November 2026. Die gemessenen Höchstwerte gelten unter definierten Testbedingungen.

Welcher dieser Werte für Ihre Umgebung entscheidend ist, hängt davon ab, welche Schutzfunktionen aktiv sind und welcher Datenverkehr tatsächlich durch die Firewall läuft. Eine ausführlichere Einordnung finden Sie in unserem Artikel unter welche Leistungswerte wirklich zählen.

Integrierte FastPath-Kerne oder eigener Sophos Xstream Flow Processor: die zwei Bauarten

Die Sophos XGS 2380 und 3380 verwenden integrierte FastPath-Kerne innerhalb der Haupt-CPU. Die Sophos XGS 4580 und 5580 besitzen dagegen einen eigenständigen Sophos Xstream Flow Processor.

Sophos Xstream FastPath dient dazu, bereits geprüfte und vertrauenswürdige Verbindungen schneller weiterzuleiten. Dadurch stehen der Haupt-CPU mehr Ressourcen für die Sicherheitsfunktionen zur Verfügung.

Bisherige Sophos XGS 1U-Modelle verwenden zwei Prozessoren: eine Haupt-CPU und einen eigenen Flow Processor.

Die Sophos XGS 2380 arbeitet mit einer Intel-CPU mit 20 Kernen, die Sophos XGS 3380 mit 24 Kernen. Ein Teil dieser Kerne ist fest für Sophos Xstream FastPath reserviert.

Die Sophos XGS 4580 verfügt über acht Kerne und 16 Threads in der Haupt-CPU sowie 20 Kerne im separaten Netzwerkprozessor. Bei der Sophos XGS 5580 sind es zwölf CPU-Kerne und 24 Threads sowie 24 Kerne im separaten Netzwerkprozessor.

Sophos XGS 2380 im Vergleich mit XGS 2300, 3100 und 3300

Die Sophos XGS 2380 steht innerhalb der 1U-Reihe zwischen der XGS 3300 und der XGS 4300. Mit 23,3 Gbit/s Threat Protection liegt sie über der XGS 2300, 3100 und 3300. Gegenüber der XGS 2300 mit 5,9 Gbit/s erreicht sie damit nahezu den vierfachen Wert.

Die Sophos XGS 2380 liegt bei TLS-Inspection und neuen Verbindungen pro Sekunde über den drei hier verglichenen bisherigen Modellen.

Hardwareseitig kombiniert sie eine Intel-CPU mit integrierten FastPath-Kernen, zwei SFP-, zwei SFP+-Anschlüsse, acht Kupferports mit 2,5 Gbit/s und einen FlexiPort-Erweiterungsschacht. Die Firewall besitzt eine vor Ort austauschbare NVMe-SSD und kann mit einem optionalen zweiten Netzteil ausgestattet werden.

Die Sophos XGS 2380 ist deshalb keine automatisch zugeordnete Nachfolgerin der XGS 2300. Ob sie zu einem vorhandenen Netz passt, hängt von der benötigten Inspektionsleistung, den Anschlüssen und dem Lastprofil ab.

Typische Einsatzfälle:

  • Mittelständischer Standort mit hohem Anteil verschlüsselter Anwendungen: Hier fallen vor allem die hohen Durchsatz-Werte im Vergleich zur 2300 ins Gewicht.
  • Verwaltungsstandort mit begrenztem Platz im Rack: Die kurze 1U-Bauform kann interessant sein. Vor der Bestellung sollten Gehäuseabmessungen, Einbautiefe und die benötigten Schnittstellen geprüft werden.
  • Schulnetz mit vielen Endgeräten: Die XGS 2380 hat deutlich mehr Durchsatz als die XGS 3100 und 3300, hält aber weniger Verbindungen gleichzeitig (8.000.000 gegen 13.700.000 bei der XGS 3300) und prüft weniger TLS-Verbindungen gleichzeitig (21.195 gegen 102.400). Bei sehr vielen Endgeräten lohnt deshalb auch der Blick auf die XGS 3380.

Entscheidend bleibt Ihr tatsächliches Lastprofil. Für die Dimensionierung können Sie unseren Sizing Guide nutzen oder einen Termin mit unserer Technik vereinbaren.

Modell Threat Protection SSL/TLS-Inspection Neue Verbindungen pro Sekunde
Sophos XGS 2380 (neu) 23,3 Gbit/s 8 Gbit/s 420.000
Sophos XGS 2300 5,9 Gbit/s 2,1 Gbit/s 148.000
Sophos XGS 3100 8,3 Gbit/s 3,2 Gbit/s 186.500
Sophos XGS 3300 12 Gbit/s 3,7 Gbit/s 257.800

Quelle: Sophos-Datenblatt und Broschüre, Stand November 2026.

Zur neuen Firewall: Sophos XGS 2380 im Shop. Zum Vergleich: Sophos XGS 2300, Sophos XGS 3100 und Sophos XGS 3300.

Sophos XGS 3380 im Vergleich mit XGS 3300, 4300 und 4500

Die Sophos XGS 3380 liegt mit ihren Inspektionswerten im Bereich der bisherigen XGS 4300. Sie kommt für Umgebungen in Betracht, in denen verschlüsselter Datenverkehr, VPN-Last und die Portbestückung gemeinsam bewertet werden müssen.

Bei Threat Protection erreicht die Sophos XGS 3380 32 Gbit/s. Die XGS 4300 schafft 28 Gbit/s, die XGS 4500 34,75 Gbit/s.

Bei TLS-Inspection liegt die Sophos XGS 3380 mit 9,5 Gbit/s zwischen der XGS 4300 mit 9 Gbit/s und der XGS 4500 mit 10,6 Gbit/s.

Die XGS 3380 verwendet eine Intel-CPU mit integrierten FastPath-Kernen. Zur festen Schnittstellenbestückung gehören zwei SFP+-, zwei SFP28-Anschlüsse sowie acht Kupferports mit jeweils 2,5 Gbit/s. Ein FlexiPort-Schacht ermöglicht eine Erweiterung. Die NVMe-SSD ist vor Ort tauschbar. Das zweite Netzteil ist optional.

Die Modellnummer allein sagt deshalb noch nicht, ob sich ein Wechsel lohnt. Wir empfehlen, die tatsächliche Last und die benötigten Anschlüsse zu berücksichtigen.

Typische Einsatzfälle:

  • Standort mit 25-Gbit/s-Anbindung zum Rechenzentrum: Die zwei fest verbauten SFP28-Ports sind ein möglicher Auswahlgrund. Ob die Anbindung zur restlichen Netzwerktechnik passt, ist anhand der eingesetzten Transceiver zu prüfen.
  • Hochschulbereich mit mehreren Netzsegmenten: Bei der Dimensionierung sind die Zahl gleichzeitiger Verbindungen und die aktiven Schutzfunktionen zu berücksichtigen.
  • Behördenstandort mit vielen VPN-Anbindungen: Die XGS 3380 schafft 74 Gbit/s IPsec-VPN-Durchsatz. Die tatsächliche Zahl benötigter Tunnel, der Datenverkehr und die Schutzfunktionen müssen separat geprüft werden.
Modell Threat Protection SSL/TLS-Inspection Neue Verbindungen pro Sekunde
Sophos XGS 3380 (neu) 32 Gbit/s 9,5 Gbit/s 500.000
Sophos XGS 3300 12 Gbit/s 3,7 Gbit/s 257.800
Sophos XGS 4300 28 Gbit/s 9 Gbit/s 425.000
Sophos XGS 4500 34,75 Gbit/s 10,6 Gbit/s 500.000

Quelle: Sophos-Datenblatt und Broschüre, Stand November 2026.

Zur neuen Firewall: Sophos XGS 3380 im Shop. Zum Vergleich: Sophos XGS 4300 und Sophos XGS 4500.

Sophos XGS 4580 im Vergleich mit XGS 4500 und 5500

Die Sophos XGS 4580 erweitert die 1U-Reihe oberhalb der bisherigen XGS 4500. Mit ihren Leistungswerten kommt sie zugleich in den Bereich der größeren XGS 5500, die ein 2U-Gehäuse verwendet.

Die Sophos XGS 4580 erreicht 45 Gbit/s Threat Protection und 12 Gbit/s TLS-Inspection. Damit liegen diese Werte über der XGS 4500, aber unter der XGS 5500.

Die Sophos XGS 4580 und die XGS 5500 erreichen jeweils 700.000 neue Verbindungen pro Sekunde.

Im Unterschied zur XGS 3380 arbeitet die Sophos XGS 4580 mit einem eigenen Sophos Xstream Flow Processor. Vier SFP28-Anschlüsse und acht 2,5-Gbit/s-Kupferports sind fest verbaut. Hinzu kommen zwei FlexiPort-Erweiterungsschächte.

Die Firewall besitzt zwei vor Ort austauschbare NVMe-SSDs. Im Standardlieferumfang befindet sich ein Netzteil. Für ein zweites ist ein weiterer Netzteilschacht vorhanden.

Ob die XGS 4580 bei einem Geräteaustausch besser passt als eine XGS 5500, muss anhand der tatsächlichen Anforderungen geprüft werden.

Typische Einsatzfälle:

  • Zentraler Internetübergang mehrerer Standorte: Wenn viele verschlüsselte Verbindungen geprüft werden, sind der TLS-Durchsatz und die gleichzeitig inspizierten TLS-Verbindungen wichtige Größen. Die XGS 4580 schafft 12 Gbit/s TLS-Inspection.
  • Kommunaler IT-Dienstleister mit mehreren Netzen: Für die Auswahl können die zwei NVMe-SSDs im RAID 1 und die Möglichkeit eines zweiten Netzteils relevant sein. Welche Verfügbarkeitsanforderungen erfüllt werden, muss gesondert geprüft werden.
  • Rechenzentrums-Perimeter mit 25-Gbit/s-Uplinks: Vier feste SFP28-Ports und zwei FlexiPort-Schächte sind vorhanden. Die passenden Module und Transceiver müssen zur Gegenstelle passen.
Modell Threat Protection SSL/TLS-Inspection Neue Verbindungen pro Sekunde
Sophos XGS 4580 (neu) 45 Gbit/s 12 Gbit/s 700.000
Sophos XGS 4500 34,75 Gbit/s 10,6 Gbit/s 500.000
Sophos XGS 5500 (2U) 52 Gbit/s 13,5 Gbit/s 700.000

Quelle: Sophos-Datenblatt und Broschüre, Stand November 2026.

Zur neuen Firewall: Sophos XGS 4580 im Shop. Zum Vergleich: Sophos XGS 4500 und Sophos XGS 5500.

Sophos XGS 5580 im Vergleich mit XGS 4580, 5500 und 6500

Die Sophos XGS 5580 ist das Modell mit den höchsten Inspektionswerten innerhalb der neuen 1U-Reihe. Mit 58 Gbit/s Threat Protection und 16 Gbit/s TLS-Inspection liegt sie über der XGS 5500, bei Threat Protection aber unter der XGS 6500 mit 60 Gbit/s.

Anders als die bisherigen XGS 5500 und 6500 benötigt die XGS 5580 nur eine Höheneinheit im Rack. Ihre Hardware ist nach unseren Informationen von der Messe baugleich mit der Sophos NDR 5500.

Die Sophos XGS 5580 besitzt vier SFP28-Anschlüsse, acht 2,5-Gbit/s-Kupferports und zwei FlexiPort-Schächte. Zwei Netzteile befinden sich im Lieferumfang.

Typische Einsatzfälle:

  • Standort eines Versorgers oder Klinikverbunds: Sind zwei Netzteile und hohe Inspektionswerte gefordert, kann die XGS 5580 geprüft werden. Ihre 58 Gbit/s Threat Protection und 16 Gbit/s SSL/TLS-Inspection sind hier relevante Größen.
  • Zentraler Internetübergang mit vielen Clients: Die XGS 5580 prüft bis zu 511.992 TLS-Verbindungen gleichzeitig. Die reale Last muss separat geprüft werden.
  • Rechenzentrum mit 40-Gbit/s-Uplink: Für die XGS 5580 ist ein QSFP+-FlexiPort-Modul vorgesehen. Kompatibilität und Modulbedarf vorab prüfen.

Wir haben die Firewall bereits vor der Markteinführung getestet. Unsere Erfahrungen mit Hardware, Einrichtung und SFP28-Transceivern stehen unter Sophos XGS 5580 im ersten Test.

Modell Threat Protection SSL/TLS-Inspection Neue Verbindungen pro Sekunde
Sophos XGS 5580 (neu) 58 Gbit/s 16 Gbit/s 775.000
Sophos XGS 4580 (neu) 45 Gbit/s 12 Gbit/s 700.000
Sophos XGS 5500 (2U) 52 Gbit/s 13,5 Gbit/s 700.000
Sophos XGS 6500 (2U) 60 Gbit/s 18,1 Gbit/s 790.000

Quelle: Sophos-Datenblatt und Broschüre, Stand November 2026.

Zur neuen Firewall: Sophos XGS 5580 im Shop. Zum Vergleich: Sophos XGS 5500 und Sophos XGS 6500.

Ports, SSDs und Netzteile: was sich an der Hardware ändert

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 besitzen jeweils acht fest verbaute Kupferports mit 2,5 Gbit/s. Bei den Glasfaseranschlüssen gibt es Unterschiede.

Die XGS 2380 besitzt zwei SFP- und zwei SFP+-Anschlüsse. SFP28-Ports für 25 Gbit/s sind ab der XGS 3380 vorhanden. Weitere Anschlüsse sind über FlexiPort-Module möglich.

In unserem Test der Sophos XGS 5580 funktionierten SFP+-Transceiver in deren SFP28-Ports nicht. Mit SFP28-Transceivern und manuell eingestellten 10 Gbit/s Full Duplex konnten wir die Verbindung zu unserem Switch herstellen. Planen Sie deshalb die Transceiver vor der Bestellung.

Bei einem SSD-Defekt ist der Austausch vor Ort im ausgeschalteten Gerät möglich. Ersatzlaufwerke sind nur über den Sophos-RMA-Prozess erhältlich, nicht als Vorratsteile und nicht zum Austausch zwischen Modellen vorgesehen.

Alle vier Modelle lassen sich mit einem zweiten, internen Netzteil ausstatten. Die Sophos XGS 5580 wird mit zwei Netzteilen ausgeliefert, die übrigen drei Modelle mit jeweils einem.

Merkmal Sophos XGS 2380 Sophos XGS 3380 Sophos XGS 4580 Sophos XGS 5580
Kupferports 8 × 2,5 Gbit/s 8 × 2,5 Gbit/s 8 × 2,5 Gbit/s 8 × 2,5 Gbit/s
Glasfaserports (höchste Geschwindigkeit) 2 × SFP, 2 × SFP+ (10 Gbit/s) 2 × SFP+, 2 × SFP28 (25 Gbit/s) 4 × SFP28 (25 Gbit/s) 4 × SFP28 (25 Gbit/s)
FlexiPort-Schächte 1 1 2 2
SSD 1 × 128 GB NVMe 1 × 256 GB NVMe 2 × 256 GB NVMe (RAID 1) 2 × 512 GB NVMe (RAID 1)
Netzteile im Lieferumfang 1 1 1 2
Zweites Netzteil Optional Optional Optional Enthalten
SFOS ab Version 22.0 MR2 22.0 MR2 22.0 MR2 22.0 MR2

Quelle: Sophos-Datenblatt und Release Notes SFOS 22.0, Stand November 2026.

Eine Übersicht für die Modulplanung finden Sie in unserer Kompatibilitätsliste für Transceiver. Die praktischen Erfahrungen mit den SFP28-Anschlüssen beschreiben wir in unserem Test der Sophos XGS 5580.

Modellnummer ist nicht gleich Nachfolger: welches neue Modell neben welchem bisherigen steht

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 erweitern das bestehende Angebot. Eine ähnliche Modellnummer bedeutet nicht, dass eine bisherige Firewall automatisch abgelöst wird.

Die Modellnummer gibt keinen festgelegten Migrationspfad vor. Die vier Geräte ergänzen das bestehende Portfolio; ein Wechsel lohnt sich erst, wenn das neue Gerät zum konkreten Lastprofil und zur benötigten Portausstattung passt.

Die Sophos XGS 2380 bietet einen Inspektionsdurchsatz oberhalb der bisherigen XGS 3100 und 3300. Die XGS 3380 liegt bei einigen Messwerten im Bereich der XGS 4300. Die XGS 4580 ergänzt die Klasse oberhalb der XGS 4500, während die XGS 5580 bei den Inspektionswerten zwischen XGS 5500 und 6500 liegt.

Sophos hat zum Verkaufsstart keines der bisherigen Modelle abgekündigt. Ihre weitere Verfügbarkeit und die Lebenszyklusangaben sollten vor einer Neuanschaffung geprüft werden.

Prüfen Sie vor einem Wechsel insbesondere Ihre bestehenden Lizenzen, die benötigten Ports und Transceiver sowie die Konfiguration. Bei der Übernahme eines Backups müssen die Schnittstellen neu zugeordnet werden.

Offizielle Informationen zum End of Life finden Sie in unserer End-of-Life-Übersicht und im Lebenszyklus-Kalender von Sophos.

Welches Modell der neuen Sophos XGS 1U-Reihe passt zu Ihnen?

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 sollten anhand der tatsächlichen Netzwerklast ausgewählt werden. Entscheidend sind der Datenverkehr durch die Firewall, die gleichzeitig aktiven Schutzfunktionen und die erwartete Entwicklung Ihrer Umgebung.

Bei bestehenden Installationen empfehlen wir, zunächst die Auslastung des aktuellen Geräts zu betrachten. Dazu gehören insbesondere Threat Protection, TLS-Inspection, VPN-Verbindungen und die Anzahl der gleichzeitig beziehungsweise neu aufgebauten Verbindungen.

Anschließend prüfen Sie die Schnittstellen, Transceiver, Anforderungen an die Verfügbarkeit und den Platzbedarf im Rack.

Eine anstehende Lizenzverlängerung kann ein sinnvoller Anlass sein, die Dimensionierung erneut zu betrachten. Daraus ergibt sich aber nicht automatisch die Notwendigkeit eines Geräteaustauschs.

Für ein genaues Sizing empfehlen wir unseren Sizing Guide für Sophos XGS. Grundsätzliche Auswahlkriterien erklären wir im Ratgeber welche Sophos XGS Firewall die richtige ist.

Ihre Ausgangslage Was zählt Passende Modelle
Sie schalten heute TLS-Inspection oder IPS ab, weil die Leistung nicht reicht Inspektionsdurchsatz bei aktivierten Schutzfunktionen, aktuelle Last und benötigte Reserve Modell anhand des Lastprofils bestimmen
Ihr Netz wechselt auf 25G-Glasfaser SFP28-Anschlüsse, Transceiver und benötigte Portanzahl XGS 3380, 4580 oder 5580
Sie möchten eine 2U-Firewall (XGS 5500 oder 6500) durch ein 1U-Gerät ersetzen Threat Protection, TLS-Inspection, Verbindungsrate, Ports und Bauhöhe XGS 4580 oder 5580 zur Prüfung, kein automatischer Ersatz
Sie brauchen ein zweites Netzteil im kleineren Modell Ausfallsicherheit und Lieferumfang XGS 2380 oder 3380 mit optionalem zweiten Netzteil
Ihre Firewall hat unter realer Last noch Reserven Tatsächliche Auslastung, Lizenzlaufzeit und aktuelle Anforderungen Bestehendes Gerät weiter betreiben beziehungsweise Lizenz verlängern

Die Empfehlungen sind Auswahlkriterien und ersetzen keine individuelle Dimensionierung.

Unsicher, welches Modell zu Ihrer Last passt? Wir sehen uns Ihre heutige Firewall, Ihre aktiven Schutzfunktionen und Ihre Pläne an und sagen Ihnen, ob Weiterbetrieb, ein bisheriges oder ein neues Modell passt.

Kaufberatung

Firmware, Lizenzen, Preis und Verfügbarkeit

Stand: 06.11.2026

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 sind seit dem 4. November 2026 bestellbar. Die vier Modelle laufen ab SFOS 22.0 MR2. Für neue Installationen empfehlen wir SFOS v22 MR3 Build 576. Welche Version wir aktuell empfehlen und warum, steht in unserer Firmware-Empfehlung.

Lizenziert werden die Geräte wie die bisherigen Modelle mit Standard Protection oder Sophos Xstream Protection, einzelne Module wie Network Protection gibt es auch separat. Neu ist Sophos Xstream Plus: Es enthält Sophos Xstream Protection, dazu Lizenzen für Sophos Workspace Protection (100 Nutzer bei der XGS 2380 und 3380, 300 bei der XGS 4580 und 5580), Enhanced Plus Support und eine Aufbewahrung der Firewall-Berichte von bis zu einem Jahr, je nach Datenmenge.

Artikelnummern der vier Modelle als Security Appliance:

Modell Artikelnummer
Sophos XGS 2380 Security Appliance XG238000ZZPCEK
Sophos XGS 3380 Security Appliance XG338000ZZPCEK
Sophos XGS 4580 Security Appliance XG458000ZZPCEK
Sophos XGS 5580 Security Appliance XG558000ZZPCEK

Aktuelle Preise und Lizenzangebote finden Sie direkt auf den Modellseiten in unserem Shop:

Häufige Fragen zur neuen Sophos XGS 1U-Reihe

Welche Sophos XGS Modelle gibt es?

Die Sophos XGS Firewalls werden in Desktop-, 1U- und 2U-Gehäusen angeboten. Zu den Desktop-Modellen gehören XGS 88, 108, 118, 128 und 138. Die neue 1U-Reihe wird um Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 ergänzt. Die Modellübersicht nach Gehäusebauform finden Sie weiter oben im Artikel.

Ist die Sophos XGS 2380 die Nachfolgerin der XGS 2300?

Nein. Die Sophos XGS 2380 ist keine Nachfolgerin der XGS 2300. Beide Modelle stehen nebeneinander im Portfolio. Die XGS 2380 schafft 23,3 Gbit/s Threat Protection, die XGS 2300 5,9 Gbit/s. Für einen Wechsel zählen die tatsächliche Last und die benötigten Schnittstellen.

Werden die bisherigen Sophos XGS Rack-Modelle abgekündigt?

Nein, zum Start der neuen Reihe hat Sophos keines der bisherigen Rack-Modelle abgekündigt. Angaben zu den einzelnen Produktlebenszyklen können Sie in unserer End-of-Life-Übersicht nachlesen. Für die Modellwahl sollten Sie zusätzlich die verfügbare Leistung und Ihre geplante Einsatzdauer betrachten.

Was unterscheidet die Sophos XGS 2380 und 3380 von der XGS 4580 und 5580?

Die Sophos XGS 2380 und 3380 verwenden Intel-CPUs, bei denen ein Teil der Kerne fest für FastPath reserviert ist. Die XGS 4580 und 5580 arbeiten mit einem separaten Sophos Xstream Flow Processor. Die beiden kleineren Geräte haben jeweils eine NVMe-SSD und einen FlexiPort-Schacht. Die beiden größeren verfügen über zwei SSDs und zwei FlexiPort-Schächte.

Welche Sophos XGS Modelle haben 25G-Glasfaserports (SFP28)?

Die Sophos XGS 3380, 4580 und 5580 verfügen über fest verbaute SFP28-Anschlüsse für 25 Gbit/s. Die XGS 3380 bietet zwei SFP28- und zwei SFP+-Ports. Bei der XGS 4580 und XGS 5580 sind jeweils vier SFP28-Ports vorhanden. Die kleinere XGS 2380 besitzt dagegen zwei SFP- und zwei SFP+-Anschlüsse. In unserem Test der XGS 5580 funktionierten SFP+-Transceiver nicht in den SFP28-Ports. Prüfen Sie deshalb vor der Bestellung die benötigten Module und die Anschlussmöglichkeiten Ihrer vorhandenen Switches.

Welche Modelle der neuen Sophos XGS 1U-Reihe haben zwei Netzteile?

Alle vier Geräte lassen sich mit einem zweiten, internen Netzteil ausstatten. Die Sophos XGS 5580 wird mit zwei Netzteilen geliefert. Bei der XGS 2380, 3380 und 4580 ist jeweils ein Netzteil enthalten; ein zweites kann ergänzt werden. Die Netzteilbestückung ist bei der Planung einer redundanten Stromversorgung zu berücksichtigen.

Kann ich die SSD der neuen Sophos XGS Modelle selbst tauschen?

Die SSDs der Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 können vor Ort im Rahmen eines Austauschfalls gewechselt werden. Dafür muss die Firewall heruntergefahren werden. Verwendet werden dürfen nur die vorgesehenen Sophos-SSDs; sie werden über den RMA-Prozess bereitgestellt und sind nicht als frei austauschbare Vorratsteile vorgesehen. Die XGS 2380 und 3380 haben eine SSD, die XGS 4580 und 5580 jeweils zwei.

Welche Firmware brauchen die neuen Sophos XGS Modelle?

Die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 laufen ab SFOS 22.0 MR2. Für neue Installationen empfehlen wir SFOS v22 MR3 Build 576. Unsere Einschätzung zu allen aktuellen SFOS-Versionen finden Sie in der Firmware-Empfehlung.

Was ist Sophos Xstream FastPath?

Sophos Xstream FastPath beschleunigt die Weiterleitung bereits geprüfter Verbindungen. Bei der XGS 2380 und 3380 übernehmen fest reservierte Kerne der Haupt-CPU diese Aufgabe. Die XGS 4580 und 5580 besitzen dafür einen separaten Sophos Xstream Flow Processor. Die beiden Bauarten erläutern wir weiter oben im Artikel.

Wo finde ich das Datenblatt der neuen Sophos XGS Modelle?

Die technischen Daten der Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 stehen in der Broschüre zur Sophos Firewall und XGS-Reihe im Abschnitt Technische Spezifikationen: Datenblatt Sophos XGS (PDF). Die wichtigsten Werte aller vier Modelle haben wir oben in der Tabelle zu Leistungswerten und Hardware zusammengefasst. Kurzanleitung und Bedienungsanleitung finden Sie als PDF auf den Produktseiten im Shop.

Was kosten die neuen Sophos XGS Modelle?

Die aktuellen Preise für Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 finden Sie auf den jeweiligen Modellseiten in unserem Shop. Die direkten Links stehen im Abschnitt „Firmware, Lizenzen, Preis und Verfügbarkeit“.

Fazit: mehr Auswahl in der Sophos XGS 1U-Reihe, kein Pflichtwechsel

Mit der Sophos XGS 2380, 3380, 4580 und 5580 erweitert Sophos das bestehende Rack-Portfolio um vier neue Modelle. Die Geräte unterscheiden sich bei der Prozessorarchitektur, den Inspektionswerten und den Schnittstellen.

Die Sophos XGS 2380 und 3380 verwenden integrierte FastPath-Kerne. Bei der XGS 4580 und 5580 arbeitet ein eigener Sophos Xstream Flow Processor.

Alle vier Geräte bieten 2,5-Gbit/s-Kupferports und vor Ort austauschbare SSDs. Ab der XGS 3380 stehen außerdem SFP28-Anschlüsse zur Verfügung.

Die neuen Modelle ersetzen keines der bisherigen Geräte. Für Bestandskunden ergibt sich daraus kein Pflichtwechsel.

Wir empfehlen, zunächst die tatsächliche Auslastung Ihrer Firewall zu prüfen. Hat das Gerät unter realer Last noch Reserven und erfüllt es weiterhin Ihre Anforderungen, kann der Weiterbetrieb oder eine Lizenzverlängerung sinnvoll sein.

Benötigen Sie zusätzliche Inspektionsleistung, schnellere Anschlüsse oder eine andere Gehäusebauform, lohnt sich ein Vergleich mit den neuen Modellen.

Fragen zur neuen Sophos XGS 1U-Reihe?

Wenn Sie wissen möchten, ob die Sophos XGS 2380, 3380, 4580 oder 5580 zu Ihrer Umgebung passt, unterstützen wir Sie bei der Auswahl. Wir berücksichtigen Ihre bisherige Firewall, die benötigten Schnittstellen und die aktiven Schutzfunktionen.

Über unsere Kaufberatung können Sie Kontakt mit uns aufnehmen.

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ist seit über acht Jahren als Network Security Engineer bei der ito consult GmbH / UTMshop tätig. Sein Schwerpunkt liegt auf Sophos Central, Endpoint, XDR, MDR und Sophos Firewall. Er ist unter anderem für Sophos Central Endpoint, Sophos XDR und Sophos Firewall zertifiziert.

Zertifizierung:

  • Sophos MDR Sales Consultant
  • Sophos Firewall Sales Consultant
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